CONCORDIA hat sich entschieden, keine Kostendeckung in der privaten oder halbprivaten Abteilung der AndreasKlinik Cham und Klinik Hirslanden Zürich mehr zu übernehmen. Sie verweigert ihren zusatzversicherten Patientinnen und Patienten die Erteilung von Kostengutsprachen für Eintritte an der AndreasKlinik ab dem 13. Juni 2022 und der Klinik Hirslanden ab dem 18. Juli 2022.

Wir bedauern die erheblichen Einschränkungen für CONCORDIA-Versicherte, die durch den einseitigen Entscheid der CONCORDIA entstanden sind. Wie uns CONCORDIA bestätigt hat, gilt ihr Entscheid auch für CONCORDIA-Versicherte welche nach einem Eintritt via die Notfallstation stationär behandelt werden müssen.

Patientinnen und Patienten der CONCORDIA, die unter Umständen jahrelang VVG-Prämien bezahlt ohne jemals Spitalleistungen bezogen zu haben, sollen nun alle VVG-Kosten selbst übernehmen. Für sie kommt es zu massiven Einschränkungen in den privaten und halbprivaten Abteilungen der beiden Kliniken.  

CONCORDIA begründet diesen Entscheid damit, dass die Preisforderungen der beiden Kliniken nicht gerechtfertigt seien. Fakt ist, dass die zur Verhandlung stehenden Spitaltarife der AndreasKlinik und der Klinik Hirslanden zwischen Concordia und Hirslanden bereits seit rund vier Jahren unverändert Anwendung gefunden haben und damals gemeinsam vertraglich vereinbart wurden. Hirslanden hat zudem in der laufenden Verhandlungsrunde trotz erfahrener Kostenerhöhung infolge der Covid-19-Pandemie und der aktuell anziehenden Inflation Hand zu tieferen Preisen geboten, lehnt aber die Dumping-Preisstrategie seitens CONCORDIA gegenüber Spitälern ab.

CONCORDIA beruft sich zur Rechtfertigung ihres Vorgehens auch auf die Intervention der Eidgenössischen Finanzmarktaufsichtsbehörde (FINMA) und suggeriert, dass die FINMA tarifliche Vorgaben gemacht habe. Dies trifft nicht zu. Vielmehr hat die FINMA die Leistungserbringer aufgefordert, ihre Mehrleistungen im Bereich der Zusatzversicherung transparent darzulegen. Hirslanden ist dieser Aufforderung vollumfänglich nachgekommen und bietet allen Krankenversicherern FINMA-konforme Tarifverträge an.

CONCORDIA übernimmt auch nicht die Kosten für klinische sowie komfortbezogene Mehrleistungen gegenüber zusatzversicherten Patientinnen und Patienten, welche über die Notfallaufnahme stationär in die betroffenen Kliniken eingetreten sind. Kosten für Mehrleistungen anlässlich der notfallmässig stationären Behandlung in einer Halbprivat- oder Privat-Abteilung müssen von den Patientinnen und Patienten selbst getragen werden. Concordia garantiert keine volle Kostendeckung. Alternativ muss eine notfallmässige stationäre Aufnahme in der Allgemein-Abteilung ohne entsprechende Mehrleistungen erfolgen. Wünschen die Patientinnen und Patienten dennoch eine Behandlung in einer Halbprivat- oder Privat-Abteilung, ohne jedoch die Kosten für die Mehrleistungen selbst zu tragen, so macht der einseitige Entscheid der CONCORDIA eine Verlegung notwendig.

Wir bedauern diese massiven Einschränkungen für CONCORDIA-Versicherte sehr. Wir stehen Versicherten der CONCORDIA für Fragen und zur Beratung zur Verfügung, wenn sie einen stationären Aufenthalt in der privaten oder halbprivaten Abteilung der AndreasKlinik Cham oder der Klinik Hirslanden Zürich geplant haben oder in Zukunft planen.

Hirslanden setzt weiterhin alles daran, eine Lösung zu finden und hofft, dass auch CONCORDIA dazu Hand bietet.